Projektreferenzen

Altlasten, Boden- und gewässerschutz und Geotechnik

Aufgrund von Boden- und Grundwasserverunreinigungen am Altstandort einer ehemaligen Dachpappen- und Asphaltfabrik wurde ein umfassender Sanierungsplan gemäß § 13 BBodSchG erforderlich. Dieser umfasste eine erweiterte Detailuntersuchung, Gefährdungsabschätzung, Abgrenzung der Sanierungsflächen sowie die Konzeption und Durchführung von Sanierungsuntersuchungen und einer Machbarkeitsstudie. Der Plan sah den Bodenaustausch bis 8,5 m Tiefe (ca. 39.390 m³) und die Sanierung einer Spundwand vor. Besondere Herausforderungen waren die Lage an einer Bundeswasserstraße, die begrenzte Zugänglichkeit, beengte Verhältnisse sowie der Schutz von FFH- und EU-Vogelschutzgebieten und die Berücksichtigung mehrerer privater und öffentlicher Eigentümer.

Sanierungsplanung Wiking-Halbinsel Schleswig

Schleswig, Schleswig-Holstein
2017 – 2021
Stadt Schleswig
Das Untersuchungsgebiet in der Stadt Uetersen befindet sich im Bereich einer Altablagerung. Gemäß historischer Erkundung (HE) handelt es sich dabei um einen ehemaligen Müllplatz, auf welchem neben Hausmüll auch Abfälle aus der chemischen Industrie und möglicherweise auch Abfälle aus der Lederindustrie abgelagert wurden. Im Rahmen des Projektes wurde ein Untersuchungskonzept für Gelände- und Laborarbeiten zur orientierenden Untersuchung des Standortes mit Bewertung der Wirkungspfade Boden-Mensch (Direktkontakt), Boden-Mensch (inhalativer Pfad), Boden-Grundwasser, Boden-Bodenluft-Innenraumluft-Mensch und Boden-Grundwasser-Oberflächengewässer erstellt. Darüber hinaus wurde ein Arbeits- und Sicherheitsplan gemäß TRGS 524/ DGUV R 101-004 für die Durchführung der Geländearbeiten erstellt.

Untersuchungskonzept für eine orientierende Untersuchung im Bereich eines Altstandortes in Uetersen

Uetersen, Schleswig-Holstein
2021 – 2022
Stadt Uetersen
Für den Bau einer Lagerhalle im Bereich eines Altstandortes in Uetersen war eine orientierende Untersuchung (OU) des Grundstückes durchzuführen. Im Rahmen des Projektes wurde ein Untersuchungskonzept für Gelände- und Laboruntersuchungen erstellt, sowie die Geländearbeiten mit Kleinrammbohrungen, Beprobung des Grundwassers im Direct-Push-Verfahren, Entnahme von Boden- und Bodenluftproben und Errichtung von temporären Rammpegeln durchgeführt. Im Rahmen der OU wurden die Wirkungspfade Boden-Bodenluft-Innenraumluft-Mensch, Boden-Grundwasser und Boden-Mensch (Direktkontakt) bewertet. Die Baumaßnahmen wurden gutachterlich von uns begleitet und u.a. Probenahmen nach LAGA PN 98 für die Entsorgung des Aushubmaterials durchgeführt.

Bau einer Lagerhalle mit Büros im Bereich eines Altstandortes in Uetersen

Uetersen, Schleswig-Holstein
2021 – 2022
Stadt Uetersen
Das Werksgelände des Auftraggebers befindet sich teilweise auf einer ehemaligen Sondermülldeponie. Aufgrund der nachgewiesenen Boden-, Bodenluft- und Stauwasserbelastungen sind sämtliche Erdarbeiten im Umfeld der Deponiekörper arbeitsschutztechnisch zu begleiten. Seit 2020 erstellen wir regelmäßig maßnahmenbezogen Gefährdungsbeurteilungen für die Arbeiten in kontaminierten Bereichen, erarbeiten die erforderlichen Schutzmaßnahmen, erstellen Arbeits- und Sicherheitspläne gemäß TRGS 524/ DGUV R 101-004, begleiten die Baumaßnahmen als Arbeits- und Sicherheitskoordinatoren und stimmen die Vorgehensweisen mit dem Auftraggeber, beteiligten Baufirmen, der Berufsgenossenschaft und der Bodenschutzbehörde ab.

Arbeitsschutzkonzepte für Erdbauarbeiten

Norddeutschland
seit 2020
privater Auftraggeber
Auf dem Betriebsgelände einer ehem. chemischen Reinigung wurden von 1928 bis 2006 unterschiedliche chemische Reinigungsmaschinen und Nebenanlagen betrieben. Als Reinigungsmittel wurden Benzin, Trichlor- und Tetrachlorethen verwendet. Nach der Auswertung der Untersuchungsergebnisse konnte die Schadstofffahne im Grundwasser horizontal und vertikal abgegrenzt werden. Es erfolgte eine gutachterliche Bewertung der Schadstoffkonzentrationen (einschließlich ihrer zeitlichen Entwicklung) und -mengen sowie der Schadstoffmobilität und -ausbreitung. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zur Schadstoffreduzierung und zur Festlegung und Begründung des konkreten Handlungsbedarfs (z.B. Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr, Sicherungs- und Überwachungsmaßnahmen und Sanierungsnotwendigkeit) betrachtet.

Detailuntersuchung eines LCKW-Schadens durch eine ehemalige Chemische Reinigung

Schleswig-Holstein
2016 – 2017
Kreis Pinneberg
Für die Errichtung von 2 Mehrfamilienhäusern mit 24 Wohneinheiten für ein kleingenossenschaftliches Mehrgenerationenwohnprojekt in Hamburg wurde eine Bodenkartierung und Bodenfunktionsbewertung zur Zustandserfassung durchgeführt sowie ein Bodenschutzkonzept nach DIN 19639 inkl. Bodenschutzkarte und eines Bodenmanagements erstellt. Für die Durchführung von Kampfmittelsondierungen und für die Umsetzung des Bauvorhabens sind wir als Bodenkundliche Baubegleitung beauftragt.

Bodenschutzkonzept für Wohnen Hoch Drei

Hamburg-Marmstorf
seit 2021
HHBB Baubetreuung

Geoinformation und CAD-Konstruktion

Um Flächen hinsichtlich ihrer Standorteignung für Regenwasserbehandlungsanlagen zu bewerten und abzugrenzen, war ein Kriterienkatalog zu erstellen und mit dem Auftraggeber abzustimmen. Darauf aufbauend wurde ein numerisches System entwickelt, das eine Klassifizierung und Visualisierung der resultierenden Flächen hinsichtlich ihrer Eignung zulässt. Die Multikriterienanalyse wurde mit dem Programm ArcGIS der Firma ESRI durchgeführt und dabei auf eine Kombination aus halbautomatischer und standardisierter händisch-visueller Bearbeitung gesetzt. Insgesamt konnten so über 100 mögliche Standorte für Regenwasserbehandlungsanlagen ermittelt und positioniert werden.

GIS-technische Standortermittlung von Regenwasserbehandlungsanlagen

Hamburg
2023 – 2024
BUKEA, Freie und Hansestadt Hamburg
Der ehemals vorhandene Fischaufstieg an der Wohldorfer Schleust ist nur noch rudimentär vorhanden, sodass die ökologische Durchgängigkeit nicht gegeben ist. Große Teile der Einbauten und Anlagen der Schleuse sind marode und sanierungsbedürftig. Daher wird eine neue Fischaufstiegsanlage mit der Grundinstandsetzung der Wehranlage geplant.

Grundinstandsetzung und Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an der Wohldorfer Schleuse

Hamburg
2024 – 2026
Bezirksamt Hamburg-Wandsbek
In mehreren Teilprojekten wurden Grundwassergleichenpläne für das Stadtgebiet Hamburg erstellt. Exemplarisch für niedrige, mittlere und hohe Grundwasserstände wurden die hydrologischen Jahre 1996, 2008 und 2010 abgebildet. Für die Jahre 1996 und 2008 wurden ergänzend Datensätze zum Flurabstand aufgebaut. Zunächst wurden Pegeldaten von Grund- und Oberflächenwassermessstellen erfasst, ausgewertet und bearbeitet. Diese dienten als Datengrundlage für die Interpolation von Rasterdaten in ArcGis, um Grundwasseroberfläche, Grundwasserdruckfläche und Flurabstände zu ermitteln und kartographisch aufzubereiten. Die Ergebnisse wurden in den amtlichen Datenbestand eingepflegt und über das Geoportal Hamburg veröffentlicht.

Grundwassergleichenpläne und -flurabstandskarten Hamburg

Stadtgebiet Hamburg
2009 – 2021
BUKEA, Freie und Hansestadt Hamburg
Für den bei Bauarbeiten anfallenden Torf werden auf geeigneten Flächen polderähnliche Baukörper geplant, in die der Torf flächig eingebracht und vernässt werden kann. Zur Massenermittlung der einzelnen Bodenmengen (inklusive Auf- und Abtrag) im Bestandsgelände sowie um die notwendigen Abmessungen ermitteln zu können, werden dreidimensionale Civil3D-Modelle aufgebaut. Dabei bestehen die Restriktionen in der verfügbaren Fläche, der Böschungsneigung, den Untergrundverhältnissen sowie den Einbringungsmengen. Gleichzeitig erfolgt eine Optimierung im Verhältnis von Auf- und Abtrag, so dass sich der Baukörper harmonisch in das Gelände einfügt. Aufgrund der zahlreichen Randbedingungen entstehen individuelle Baukörper mit den jeweils erforderlichen Berechnungen in Civil3D.

Konstruktion dreidimensionaler Torferhaltungsflächen

Norddeutschland
seit 2022
diverse

Siedlungswasserwirtschaft

Im Hamburger Stadtteil Othmarschen entwickeln die OTTO WULFF Projekt GmbH und die Altonaer Spar- und Bauverein eG ein neues Wohnquartier mit rund 67 Miet- und Eigentumswohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft eines Wohnprojekts mit 24 Wohnungen der Baugemeinschaft Baumhaus Altona e.G. Die BWS GmbH wurde mit der Konzeption und Planung der Grundstücksentwässerung sowie der Straßenentwässerung (Sielneubau) für die neu herzustellende Erschließungsstraße beauftragt. Die in verlässiger Zusammenarbeit mit den anderen Fachplanungen und in enger Abstimmung mit der Wasserbehörde erarbeitete Entwässerungslösung besteht aus einer Kombination von zentralen und dezentralen Elementen. Somit konnte ein hydraulisch robustes Entwässerungssystem entwickelt werden, welches extreme Regenereignisse schadlos bewirtschaften und gleichzeitig das Regenwasser in modellierte grüne Mulden sowie in Wurzelbereich gezielt zuführen kann.

Entwässerungsplanung Erschließung Wohngebiet

Hamburg-Altona
2021 – 2026
Otto Wulff Projekt GmbH
Im Zuge der Straßenbaumaßnahme Barsbütteler Straße wurde eine Straßenentwässerungsanlage (SEA) ergänzt. Für die erforderliche Behandlung des Oberflächenwassers aus der SEA (ca. 3,2 ha angeschlossene Fläche) wurde eine Anlagenvariantenbetrachtung unter Berücksichtigung der Arbeits- und Merkblätter DWA-M153, DWA-A178 sowie DWA-A102 mit Voruntersuchung des Parameters AFS63 durchgeführt. Durch die Entwicklung einer Pilotanlage eines Retentionsbodenfilters mit alternativen Filterabdichtungen und Bodenfilterbepflanzungen kann eine optimale Reinigungsleistung gewährleistet sowie eine höhere Biodiversität und Nachhaltigkeit erreicht werden. Für die Auslegung der Stand- und Auftriebssicherheit, der bautechnisch bedingten Grundwasserabsenkung und für das Bodenmanagement, wurden Baugrunduntersuchungen durchgeführt.

Retentionsbodenfilter Barsbütteler Straße

Hamburg-Jenfeld
2016 – 2022
Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), Hydrologie und Wasserwirtschaft
Im Hamburger Stadtteil Öjendorf soll ein neues ca. 30 ha großes Stadtquartier entstehen. Als erster Planungsschritt wurde dafür ein wasserwirtschaftliches Konzept entwickelt, welches den naturräumlichen Gegebenheiten des Planungsgebietes und den wasserwirtschaftlichen Anforderungen Rechnung trägt. Aufgrund der Bodenverhältnisse und der eingeschränkten Vorflutkapazitäten ist die Bewirtschaftung und der Rückhalt von Oberflächenwasser von besonderer Bedeutung. Entsprechend dem Hamburger Klimaplan und den Anforderungen für einen klimaangepassten Umgang mit Regenwasser in Hamburg gemäß RISA (RegenInfrastrukturAnpassung) wurden diverse Entwässerungselemente konzipiert.

Entwässerungskonzept Neue Gartenstadt Öjendorf

Hamburg-Billstedt
seit 2021
FRANK und HTP Projektgesellschaft Öjendorf Eins GmbH & Co. KG
Im Zuge des Bebauungsplans Hohenfelde 11 müssen auch die wasserwirtschaftlichen Verhältnisse für die Wohn- und Gewerbebebauung in einem ca. 8 ha großen Gebiet in Hamburg-Hohenfelde neu geordnet werden. Hierfür wurde ein umfassendes Entwässerungsgutachten unter Berücksichtigung der örtlichen Rahmenbedingungen erstellt. Dieses beinhaltet die konzeptionelle Planung und Auslegung von blau-grüner Infrastruktur wie Retentionsdächern, Versickerungsanlagen, Regenrückhalteanlagen und Anlagen zur Regenwasserreinigung. Hierbei wurde vor allem auf die Stärkung des natürlichen Wasserkreislaufs Wert gelegt. Zudem wird das Thema Hochwasserschutz in einem grundstücksübergreifenden Starkregenkonzept bearbeitet.

Entwässerungsgutachten Bebauungsplan Hohenfelde

Hamburg-Hohenfelde
2023 – 2024
Bezirksamt Hamburg-Nord, Freie und Hansestadt Hamburg
Ein multifunktionaler Retentionspark in Hamburg-Bergedorf verbindet Starkregenvorsorge mit einem attraktiven Grünraum. Niederschlagswasser aus dem Quartier „Wohnen am Weidenbaumsweg“ wird in der Parkfläche zwischengespeichert, gedrosselt abgeleitet und entlastet so den angrenzenden Schleusengraben.

Multifunktionaler Retentionspark Bergedorf

Hamburg-Bergedorf
2023 – 2025
Hamburg-Bergedorf

Umweltplanung, Messwesen und Modellierung

Die Zuflüsse der Bille sind von großer Bedeutung für den schadlosen Abfluss von Niederschlagswasser aus dem Osten des Bezirkes Hamburg-Mitte. Damit die Hochwassersicherheit gewährleistet werden kann, müssen die Gewässer eine ausreichende hydraulische Leistungsfähigkeit aufweisen. Ziel war es, den hydrologisch-wasserwirtschaftlichen Ist-Zustand der Gewässer zu erfassen und diesen in einem hydronumerischen Modell abzubilden. Mithilfe des kalibrierten und plausibilisierten Modells konnten Aussagen zur hydraulischen Leistungsfähigkeit der jeweiligen Gewässer abgeleitet und Schwachstellen des Gewässersystems identifiziert werden.

Hydraulisches Modell Bille

Hamburg-Mitte
2020 – 2023
Bezirksamt Hamburg-Mitte, Freie und Hansestadt Hamburg
Als Grundlage für die Beschreibung und Analyse hydrologischer Belange der Hamburger Gewässer (ausgenommen Tideelbe) werden Wasserstände, Abflussmengen und Gewässerbeschaffenheit der Oberflächengewässer flächendeckend und repräsentativ erfasst. Dafür wird ein flächendeckendes Messnetz mit ca. 60 Pegeln in ganz Hamburg betrieben. Dieses umfangreiche und technisch anspruchsvolle Pegelmessnetz bedarf einer regelmäßigen Wartung und Unterhaltung, sodass ein störungsfreier Betrieb möglich ist. Zudem wird eine umfassende Datenpflege und -überprüfung der erfassten hydrologischen Informationen durchgeführt.

Pegeldienst Hamburg

Hamburg
seit 1995
BUKEA, Freie und Hansestadt Hamburg
Für die im Zuge der Vorhabenumsetzung A26 West entstandenen Torferhaltungs- und Entwicklungsflächen wurden ein Monitoringkonzept aufgestellt und Messstellen errichtet. Mittels dieses Messprogramms wird die Entwicklung des Oberflächen-, Grund- und Bodenwasserstands erfasst. Die Messreihen werden anschließend grafisch aufbereitet und interpretiert. Die Daten bilden die Basis für weiterführende, klimabezogene Untersuchungen der Uni Hamburg.

Messstellenbau und Monitoring an Torferhaltungs- und Entwicklungsflächen A26 West

Moorwettern, A26 West
seit 2025
DEGES Deutsche Einheit, Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH
Die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie in der Region Heide bedingt einen kontinuierlich steigenden Bedarf an Produktionswasser. Es wurde untersucht, ob eine Wasserentnahme aus dem Speicherbecken Miele bei Meldorf erfolgen kann, um zusätzliche Wasserressourcen für die Region zu erschließen. Zunächst erfolgte eine Prüfung des aktuellen wasserwirtschaftlichen Bestandes, eine Recherche zu voraussichtlichen Veränderungen der relevanten Randbedingungen durch den Klimawandel sowie eine Erhebung bathymetrischer Daten am Speicherbecken selbst. Mittels eines Wasserbilanzmodells konnten das Wasserdargebot quantitativ beschrieben und Entnahmemöglichkeiten aus dem Speicherbecken aufgezeigt werden.

Untersuchung Speicherbecken Miele

Meldorf
2025
Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen
Entlang der Tarpenbek Ost in Norderstedt gibt es Niedermoorbereiche, die mittels einer Wiedervernässung erhalten werden sollen. Als Beitrag zur Machbarkeitsstudie wurden die hydrologischen und hydrogeologischen Voraussetzungen für eine Anhebung des Grundwasserstands zusammengestellt und mögliche Maßnahmen wie der Verschluss von Grüppen, eine gezielte Versickerung von Oberflächenwasser und die Herstellung von Sohlschwellen in der Vorflut geprüft. Herausforderungen wie die eingeschränkte Flächenverfügbarkeit, die bestehende landwirtschaftliche Nutzung und der benachbarte Baubestand wurden hierbei berücksichtigt.

Machbarkeitsstudie Wiedervernässung Tarpenbek Ost

Tarpenbek Ost, Norderstedt
2025
EGL – Entwicklung und Gestaltung von Landschaft GmbH

Wasserbau

Das mit dem DWA-Gewässerentwicklungspreis 2023 belobigte Auenprojekt Schwartau umfasst die Renaturierung der Schwartau auf rund 4 km Länge sowie die Entwicklung der anliegenden Flächen zur Auenlandschaft mit Auwaldgebieten. Mit der Maßnahmenumsetzung wurde den Zielen der EG-Wasserrahmenrichtlinie, den Vorgaben von Natura 2000 sowie der Managementrichtlinie für das FFH-Gebiet „Schwartautal und Curauer Moor“ entsprochen und Synergien erzielt. Übergeordnete Zielstellung war die Verbesserung des Nährstoff- und Hochwasserrückhalts, die Entwicklung von wertvollen Auenlebensräumen und die Sicherung des Bestandes von gefährdeten Arten. Bereits nach kurzer Zeit waren Erfolge der Maßnahme sichtbar. Mehr unter: schwartau.wbv-oh.de

Auenprojekt Schwartau

Bad Schwartau, Schleswig-Holstein
2012 – 2023
Wasser- und Bodenverband Schwartau
Auf einer Länge von rund 770 m wurde die Luhe naturnah gestaltet und die anliegenden Flächen zu einer Auen- und Tidelandschaft mit Bruchwaldgebieten entwickelt. Die Planung zur Renaturierung sowie zur Erhöhung der Tidedynamik in den Uferbereichen enthält auch die Schaffung einiger Stillgewässer. Neben den limnologischen Arten (Fische, Wirbellose, Pflanzen) und Arten gemäß der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie (z. B. Biber) wurden auch wertgebende Biotopbestände und Nahrungsgebiete für den Weißstorch sowie der Wiesenvogelschutz berücksichtigt. Weitere Ziele: Laufverlängerung, Förderung Gezeiteneinfluss, Erhöhung Strukturvielfalt und Eigendynamik.

Tidelebensräume Luhe-Niederung

Winsen (Luhe), Niedersachsen
2018 – 2020
Stiftung Lebensraum Elbe
Der Eichtalpark in Wandsbek wurde zu einem zukunftsfähigen Klimapark umgestaltet. Die Abteilung Wasserbau gestaltete das Projekt gemeinsam mit einem Landschaftsarchitektenbüro, um den Park an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Dabei wurde die Durchgängigkeit der Wandse für Fische wiederhergestellt, neue Feucht- und Auenbiotope sowie Kleingewässer geschaffen und klimaresilientere Bäume gepflanzt. Ergänzt wird der Park durch neue Erlebniselemente, die Natur und Erholung miteinander verbinden.

Eichtalpark

Hamburg-Wandsbek
2025 – 2026
Bezirksamt Wandsbek
Im Bereich Curslack wurden auf einer Fläche von ca. 56 ha Ersatzmaßnahmen umgesetzt. Mit dieser Maßnahme wurden naturschutzfachlich Eingriffe des Neubaus der Autobahn A26 kompensiert. Es wird durch Stabilisierung des Wasserstandes auf einem hohen Niveau eine wertgebende Vegetation angestrebt. Weiterhin wurden verbesserte Bruthabitatstrukturen für diverse Wiesenvögel der Offen- und Halboffenlandschaft geschaffen. Bei der Maßnahme wurde durch den Einbau von Wehranlagen, Erneuerung der Verrohrung und das Erhöhen von Vorwenden eine optimale Wasserstandsregulierung und Bewirtschaftung ermöglicht.

Ausgleichsmaßnahme A26 Curslack

Hamburg-Bergedorf
2013 – 2018
BUKEA, Freie und Hansestadt Hamburg
Im Bongsieler Kanal wird im Rahmen der Niederungsstrategie 2100 des Landes Schleswig-Holstein ein nachhaltiges Wassermanagement entwickelt. Ein wichtiger Baustein des Projekts „Hinter dem Klimadeich geht’s weiter“ ist die Deichrückverlegung bei Waygaard. Dafür wurde der Deich auf einer Länge von rund 400 Metern neu gebaut und bis zu 90 Meter ins Landesinnere verlegt. So entstand entlang des Bongsieler Kanals ein neuer Auenbereich mit rund 40.000 m³ zusätzlichem Speicherraum für das wasserwirtschaftliche System. Ergänzend wurden der Kanalgraben West zur Binnenentwässerung verlegt. Die Maßnahme verbessert den Hochwasserschutz und ermöglicht eine zukünftige Anpassung des Deiches ansteigende Wasserstände.

Deichrückverlegung bei Waygaard am Bongsieler Kanal

Waygaard, Kreis Nordfriesland
2024 – 2025
Deich- und Hauptsielverband Südwesthörn-Bongsiel
Die südliche Wilhelmsburger Wettern wird im Bereich der Bahnlinie im Zuge des Baus der A26 (Hafenpassage) geschlossen. Dadurch geht eine Verbindung für die Hochwasserentlastung zwischen den östlichen und westlichen Einzugsgebieten Wilhelmsburgs verloren. Dieser Verlust soll unter anderem durch die Steigerung der geodätischen Förderhöhe am Schöpfwerk Finkenriek ausgeglichen werden. Gegenstand der Planungen sind die folgenden Maßnahmen: Austausch der Pumpen inkl. Schieber und Rückstauklappen, Neubau der Mittelspannungs- und Niederspannungshauptverteilung und bauliche Maßnahmen (Abbruch-/ Vergussarbeiten) für die Rohrdurchführungen der Pumpen.

Schöpfwerk Finkenriek

Hamburg-Wilhelmsburg
2022 – 2024
ReGe Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH